Mein Berg-Sommer-Hoch

 

 

 

„Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele.“

 

 

 

 

 

Sich für ein paar geschenkte Tage in eine bessere Welt zu träumen, mit ruhigem Gewissen mal abschalten, den Kopf frei kriegen und die faszinierenden Eindrücke der Natur einfach nur auf sich wirken lassen…

 

 

 

 

 

 

Im Bergsommer steckt unglaublich viel Kraft und Freude mit sonnigen, luftigen Tagen voller Leben und Erlebnis. Bei Wanderungen durch Blumen- und Kräuterwiesen, bei Bergtouren, beim Entspannen in strahlend blauer Höhe vor der imposanten Kulisse des Gebirges… Kann man irgendwo mehr „bei sich sein“ und loslassen?

 

 

 

 

 

 

Wohl kaum, daher mein Urlaubsmotto für diese Traumzeit: Alltagsstress hinter sich lassen, Herz öffnen für den Sommer. Für die Natur. Für sich und die Liebe zum Leben!

 

 

 

 

 

 

Nichts beschwert mehr, weder die Vergangenheit noch die Zukunft, es zählt allein der Augenblick, das Jetzt. Die Bergnatur macht es leicht, Teil von ihr zu sein mit einem intensiven Hochgefühl von Freiheit und Glück.

 

 

 

 

 

 

Ein Geschenk, diese Sommertage – und wie bei jedem Geschenk macht es Spaß, es auszupacken und anzuschauen….

 

 

Und es gibt viel zu entdecken unter dem hohen, großen Blau des Julihimmels in diesem hellen, klaren Licht.

 

 

 

 

 

 

Das erste wunderschöne „Geschenk“ dieses Sommers finde ich in Lech am Arlberg in Österreich. Die gepflegte, eindrückliche Naturlandschaft dieser Region überrascht mit einem sensationellen hochalpinen Weitblick. Sattgrüne Matten, blühende, würzig duftende Bergwiesen mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt soweit das Auge reicht.

 

 

 

 

 

 

Hier bietet der sensible, hochalpine Raum mit seinen atemberaubenden Kraftplätzen noch einen Sehnsuchtsort an, der hoffentlich auch morgen und übermorgen noch die gleiche tatkräftige, nachhaltige und daher unglaublich erholsame Energie ausstrahlt.

 

 

 

 

 

 

Und ich wünsche mir sehr, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit nicht zum Stillstand kommt und weiterhin starker Antrieb für die Zukunft bleibt…

 

 

 

 

 

 

Das Schöne soll einfach schön bleiben, für uns alle, für die kommenden Generationen!

 

 

 

 

 

 

„Denn was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“

– Marie von Ebner-Eschenbach – 1830-1916

 

 

 

 

 

 

Mit dieser tiefsinnigen, klugen und weitblickenden Philosophie im Herzen darf ich mich auf mein nächstes, wahrlich magisches Geschenk freuen! Mit einem Hochsommergefühl, das seinesgleichen sucht!

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese zugleich grandiose und zauberhafte Landschaft, die schon seit jeher zahlreiche Künstler und Schriftsteller inspirierte, umfasst mich wiedermal mit ihrer vibrierenden Luft und dieser Natur, der nie etwas Gewöhnliches anhaftet.

 

 

 

 

 

 

Allein die Fahrt über den Julierpass ist ein einzigartiges Erlebnis mit einem überwältigenden Naturschauspiel. Nach Überqueren der Passhöhe weitet sich die raue, karge Hochgebirgslandschaft und gibt alsbald den sensationellen Blick auf die Oberengadiner Seenlandschaft preis. Funkelnd in der Sommersonne verzaubern die tiefgründigen, türkisblauen, schon von Weitem erfrischenden Gewässer. Mit konstanten Windverhältnissen bieten sie optimale Bedingungen für Wind- und Kitesurfer und lassen Seglerherzen höher schlagen lassen.

 

 

 

 

 

 

Der frühe Augustmorgen im Engadin ist ein Versprechen auf einen lupenreinen Sommertag!

 

 

 

 

 

 

Über Stock und Stein geht‘s für die begeisterten Wanderer. Durch die herrlich duftenden, typischen Arven- und Lärchenwälder, über munter sprudelnde Bäche und blühende Alpwiesen, vorbei an idyllischen Maiensässen, ursprünglichen Dörfern und rauschenden Gletscherflüssen – immer die grandiose Bergkulisse im Blick wandert man der Sonne entgegen, atmet die glasklare, frische Luft ein, blickt hoch zum Gipfel, wo die Gemsen und Murmeltiere sich schon ein Stelldichein geben.

 

 

 

 

 

 

Zu Verschnaufpausen und Brotzeit laden entzückende, kleine Bergseen ein, die verspielt den Himmeln in einem unnachahmlichen Blau spiegeln. Ihr Zauber ist einzigartig! Unvergessliche Eindrücke!

 

 

 

 

 

 

Zum abwechslungsreichen Entspannen darf ein gemütlicher Bummel durch ein Oberengadiner Dorf nicht fehlen.  (Für mich verbunden mit leicht wehmütigen, nichtsdestotrotz aber schönen, lebensbegleitenden Erinnerungen an “tempi passati”, die in einer freundlichen Zeitkapsel meines Gedächtsnisses für immer beheimatet sind).

 

 

 

 

 

 

Die ehrwürdigen, mächtigen und imposanten Bauern- und Patrizierhäuser dieser in sich ruhenden, unerschütterliche Gelassenheit austrahlenden Dörfer, die von keinen Monströsitäten der Moderne verunziert sind, mit den typischen, archaischen Sgrafitti, die über Jahrhunderte dem harten Wetter in dieser Hochregion trotzten und den Menschen seit jeher verlässlichen Schutz boten, sind auch heute noch eine Augenweide. In ihrer proportionalen, selbstbewussten Ausgewogenheit sind sie überlegene und überzeugend nachhaltige Zeugnisse für Klima angepasste, höchst menschenwürdige Behausungen, an denen wir Heutigen uns ein eindrückliches Beispiel nehmen können.

 

 

 

 

 

 

Nicht nur die Kraft der Natur, die Berge und Seen, die Ruhe und das einzigartige Licht des Oberengadin, verbunden mit einer vornehmen Gastfreundschaft sind immer wieder ein großartiges Geschenk dieser kraftstrotzenden Region.

 

 

 

 

 

 

Wer die majestätischen Gipfel des Oberengadin ausgiebig genossen hat, dem bietet sich ein romantischer Abstecher ins Bergell an. In das wunderschöne Südtal zwischen Engadin und Italien schwingt man sich auf den eleganten, teilweise atemberaubenden Kehren des Malojapasses hinunter durch dichte Wälder und uralte Kastanienhaine. Die Veränderung der Landschaft von hochalpin zu südländisch wird mit jeder Steilkurve eindrücklicher. Helles südliches Leuchten des Lichts!

 

 

 

 

 

 

Im Bergell reihen sich pittoreske und authentische Dörfer wie Perlen an einer Schnur aneinander. Jedes erzählt seine eigene Geschichte, die von uralter, eindrucksvoller und echter Heimatverbundenheit geprägt ist. Die umgebende malerische Naturschönheit dieses Tales bleibt wohl für alle Zeit im Herzen. Hier atmet die Seele auf! Immer wieder!

 

 

 

 

 

 

Dass auch das Bergell Heimat weltbekannter Künstlerfamilien, wie der der Giacomettis und Segantinis ist, überrascht ebenso wie die wunderschönen Palazzi der großen adligen Familien, wie der Salis, die heute als elegante, weltläufige Hotels in dieser abgeschiedenen Bergregion mit selbstverständlicher dezenter Eleganz und charmanter Grandezza überzeugen.

 

 

 

 

 

 

Die langen, warmen Sommertage im Bergell eröffnen neue bemerkenswerte Horizonte. Die reich an mystischen Geschichten, ur-uralten, durch die Bergwelt geprägten Dörfer, die Kultur und Kunst in dieser überwältigend schönen Region, die spektakulären Berge mit ihren Alpen und Seen, die unberührte Natur, die von Hochgebirgsgletschern bis zur mediterranen Flora reicht, sind ein überwältigendes Angebot, das zum unbedingten Wiederkehren einlädt.

 

 

 

 

 

 

HOCHSOMMERFRÜHE

 

 

Wanderst morgen du nach Westen,

Zwischen drei und vier,

Hast du nur den dunkelfesten

Himmelsbau vor dir.

 

Bald wird süß im Grünen flöten,

Was im Schwarzen schwätzt.

Zaghaft werden erste Röten

In das Grau geätzt.

 

Und du ahnst das Licht im Rücken,

Und du drehst dich um:

Ein gewaltiges Entzücken

Überstürzt dich stumm:

 

Aufgeblättert, Feuerrose,

Wolk aus Wolke schwellt.

Wild wirft sich die atemlose

Sonne in die Welt.

 – Eugen Roth –

 

 

 

 

 

 

Was wäre ein gelungenes, wunderschönes Fest ohne eine glanzvollen Abschluss? Und dieser hier ist wahrlich ein überwältigender Höhepunkt. Ein letztes komfortables Überraschungspäckchen entpuppt sich als charmante Einladung einer jungen Lady zu einem gediegenen Afternoon-Tea im ehrwürdigen Hotel Suvretta-House in St. Moritz.

 

 

 

 

 

 

Ein Hotel, wo die elegant-gelassene Tradition nobler Gastfreundschaft auf hohem Niveau zelebriert wird. Schon beim Betreten der großen gediegenen Lounge mit ihren gemütlichen, stilvoll arrangierten Sitznischen umfängt den Gast feines, britisch angehauchtes Understatment mit dem Flair extravaganter Weltoffenheit und er darf lustvoll in den gemütlichen Polstern mit herrlichem Blick auf die Oberengadiner Seen versinken.

 

 

 

 

 

 

Dass der Afternoon-Tea mit feinen Scones, Marmelade, Lemon-curd und Clotted Cream dezent wie von Zauberhand serviert wird, überrascht eigentlich niemanden mehr. Jetzt heißt es nur noch – zurücklehnen, schwelgen und mit allen Sinnen genießen…

 

 

 

 

 

 

Als nun wirklich allerletztes „Topping“ – es macht mich schier sprachlos – hat die Festtags-Regisseurin ein feines Dinner in luftiger Höhe in ihrem Füllhorn. Eine historische, urige Standseilbahn aus dem Jahr 1907 befördert uns steil und aufregend auf fast 2500 m! Das Romantik Hotel „Muottas Muragl“ erwartet uns mit einem „Herzlichen Gruezi und Willkommen“ zum Mountain Dining auf einem der schönsten Aussichtspunkte im Engadin.

 

 

 

 

 

 

Der atemberaubende Ausblick auf das Oberengadin und das herrliche Berninamassiv bleibt uns leider verwehrt, da der Wettergott – ich hoffe nur, nicht neidisch und rachsüchtig – aber wer weiß das schon – sich überlegt hat, nun sei es aber wirklich genug mit den Höhenflügen und schickt ein so heftig krachendes Gewitter, wie es nur in den Bergen möglich ist. Wummernd und dröhnend rollen grollende Donner mit explosiven Blitzen über die Berge…

 

Mit einer dichten, grauen Regenwand fällt wie von Geisterhand ein schwerer, undurchsichtiger Vorhang…

 

 

 

 

 

 

Zurück bleibt die beglückende Erinnerung an überirdisch schöne Tage voller Sommergefühl und unvergessliche Eindrücke in atemberaubender Bergwelt.

 

 

 

 

 

 

Liebe Katharina, ich danke dir von Herzen für diese wonnevolle, grandiose Auszeit, die durch das traumhaft gelegene historische Jugendstilhotelchen Chesa Spuondas in einzigartiger grüner Lage mit seiner kuscheligen Nostalgie aufs Schönste umrahmt wurde.

 

 

PS.: Ich hätte mich nicht gewundert, wenn du auch noch eine Lesung mit dem großen Philosophen Nietzsche in den samtbezogenen Fauteuils am Kamin organisiert hättest, war er doch zu vielen Sommeraufenthalten im Engadin und entdeckte hier “6000 Fuß jenseits von Mensch und Zeit” seine Ideallandschaft, in der er nach eigener Aussage seine ideenreichsten Zeiten verbrachte! Das kann – so glaube ich – kaum jemand bessser nachvollziehen als du als begeisterte Bergliebhaberin…

 

 

merci und kiss mama

 

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